Oliver Prange, derHerausgeber des "Du"-Magazins, schreibt in seinem Editorial zu dieser Ausgabe: "Jedes Jahr lud mich Peter Nobel zu sich ins Büro ein oder auch ins Ristorante Conti in der Nähe seiner ehemaligen Anwaltskanzlei an der Zürcher Dufourstrasse, um mir seine Ideen mitzuteilen, welche Themen man im "Du" bringen könnte. Er hatte ein kleines Notizbuch, in das er übers Jahr diese Themen einschrieb, die er mir sodann gesammelt präsentierte. Man hätte durchaus zwanzig Hefte damit machen können. Konkret entstanden so 2015 die "Du"-Ausgabe über Dürrenmatts Malerei im Centre Dürrenmatt in Neuchâtel und 2020 die Ausgabe zu dessen 100. Geburtstag sowie 2022 das Heft "Hermann Hesse - 100 Jahre Siddhartha".
Auch dieses Jahr wäre das Treffen wieder angestanden, doch dazu ist es nicht mehr gekommen. Peter Nobel ist unerwartet am 26. Mai 80-jährig verstorben. Zu seinen Ehren ist diese "Du"-Ausgabe entstanden. Es ist eine Hommage an den Anwalt und Willensvollstrecker von Friedrich Dürrenmatt. Wir schildern in diesem "Du", wie diese Männerfreundschaft 1985 entstand und sich entwickelte. Zu Wort kommen seine Frau Annette Nobel, die Präsidentin der Charlotte-Kerr-Dürrenmatt-Stiftung Régine Bonnefoit und Kanzleipartner Markus Kaempf.
Nobel war ein neugieriger Mensch und begnadeter Geschichtenerzähler. Wenn er mit Friedrich Dürrenmatt zusammen war, spornten sich die beiden gegenseitig zu den fantasievollsten und humorvollsten Geschichten an. Seine grosse Leidenschaft war die Jurisprudenz. Er hatte einen Sinn für Gerechtigkeit und verstand es, die Komplexität von Situationen auf ihren Kern zurückzuführen. Er war genauso engagiert für Konzernlenker wie für seine Freunde. Er fuhr gern mit seinem roten Ferrari und pilotierte seine Cessna, aber man sah ihn hauptsächlich auf seinem alten, robusten Schweizer Armeefahrrad täglich durch Zürich fahren.
In einem der beiden "Du", aus welchen einige Texte für diese Ausgabe stammen, zitierte Peter Nobel den letzten Satz von Friedrich Dürrenmatt aus dem Roman Justiz : "Ich verlasse mein Arbeitszimmer, das nun leer geworden ist, befreit von meinen Geschöpfen. Halb fu?nf. Am Himmel seh ich zum ersten Mal den Orion. Wen jagt er?"
Oliver Prange, derHerausgeber des "Du"-Magazins, schreibt in seinem Editorial zu dieser Ausgabe: "Jedes Jahr lud mich Peter Nobel zu sich ins Büro ein oder auch ins Ristorante Conti in der Nähe seiner ehemaligen Anwaltskanzlei an der Zürcher Dufourstrasse, um mir seine Ideen mitzuteilen, welche Themen man im "Du" bringen könnte. Er hatte ein kleines Notizbuch, in das er übers Jahr diese Themen einschrieb, die er mir sodann gesammelt präsentierte. Man hätte durchaus zwanzig Hefte damit machen können. Konkret entstanden so 2015 die "Du"-Ausgabe über Dürrenmatts Malerei im Centre Dürrenmatt in Neuchâtel und 2020 die Ausgabe zu dessen 100. Geburtstag sowie 2022 das Heft "Hermann Hesse - 100 Jahre Siddhartha".
Auch dieses Jahr wäre das Treffen wieder angestanden, doch dazu ist es nicht mehr gekommen. Peter Nobel ist unerwartet am 26. Mai 80-jährig verstorben. Zu seinen Ehren ist diese "Du"-Ausgabe entstanden. Es ist eine Hommage an den Anwalt und Willensvollstrecker von Friedrich Dürrenmatt. Wir schildern in diesem "Du", wie diese Männerfreundschaft 1985 entstand und sich entwickelte. Zu Wort kommen seine Frau Annette Nobel, die Präsidentin der Charlotte-Kerr-Dürrenmatt-Stiftung Régine Bonnefoit und Kanzleipartner Markus Kaempf.
Nobel war ein neugieriger Mensch und begnadeter Geschichtenerzähler. Wenn er mit Friedrich Dürrenmatt zusammen war, spornten sich die beiden gegenseitig zu den fantasievollsten und humorvollsten Geschichten an. Seine grosse Leidenschaft war die Jurisprudenz. Er hatte einen Sinn für Gerechtigkeit und verstand es, die Komplexität von Situationen auf ihren Kern zurückzuführen. Er war genauso engagiert für Konzernlenker wie für seine Freunde. Er fuhr gern mit seinem roten Ferrari und pilotierte seine Cessna, aber man sah ihn hauptsächlich auf seinem alten, robusten Schweizer Armeefahrrad täglich durch Zürich fahren.
In einem der beiden "Du", aus welchen einige Texte für diese Ausgabe stammen, zitierte Peter Nobel den letzten Satz von Friedrich Dürrenmatt aus dem Roman Justiz : "Ich verlasse mein Arbeitszimmer, das nun leer geworden ist, befreit von meinen Geschöpfen. Halb fünf. Am Himmel seh ich zum ersten Mal den Orion. Wen jagt er?"