Angesichts der Vielzahl von Krisen, denen die Menschen ausgesetzt sind, bietet das Buch einen Kompass zur Rettung vor der Sintflut. Offensichtlich sind Veränderungen erforderlich, die den Rahmen des bestehenden kapitalistischen Systems sprengen werden. Der Essay zeigt Wege zu einer neuen Gesellschaft auf der Grundlage einer veränderten Beziehung der Menschen
miteinander und zur Schöpfung. Es waren Christen, die im frühen 19. Jahrhundert den Sozialismusbegriff aufbrachten, um einen Ausweg in eine andere Gesellschaft zu weisen, in der die Menschen wirklich frei und gleich leben können. Sie entwarfen den Sozialismus und Kommunismus unter Rückgriff auf zentrale theologische Vorstellungen.
Damit die Asche des Sozialismus wieder aufleuchten kann, ist es gut, an den Ursprung zurückzugehen. Die Ursprungsidee des Sozialismus von der Freiheit und der Gleichheit aller wird nach wie vor gebraucht. Denn die kapitalistischen Verhältnisse, auf die diese Idee eine Antwort geben wollte, existieren immer noch, und zwar in einem bisher kaum vorstellbaren Ausmaß.
Der Sozialismus des 21. Jahrhunderts ist eine Notbremse. Das 21. Jahrhundert wird das Jahrhundert eines ökologischen,
demokratischen und partizipativen Sozialismus sein. Christinnen und Christen sind Teil einer Koalition solidarischer Menschen, die von einer Umkehrung der Verhältnisse «wie im Himmel so auf Erden» (Mt 6,10) nicht lassen können. Noch ist Zeit für einen Ausweg zur Rettung vor der Sintflut. Das Eintreten von Christinnen und Christen für einen erneuerten Sozialismus ist
deshalb nicht nur eine politische Notwendigkeit, sondern auch eine christliche.