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Siegfried Abeles wurde 1884 in Wien geboren und war seit 1910 Lehrer an einer jüdischen Schule für geistig behinderte Kinder und während des Krieges in einem Heim für Kriegsblinde. Im Zuge dieser Arbeit veröffentlicht er Aufsätze über hebräische Blindenschriftsysteme. Im Jahr 1919 wurde er Inspektor der Heimstätten und Kindergärten und publiziert Aufsätze über pädagogische und soziale Fragen. 1922 erscheint sein erstes Kinderbuch "Tams Reise durch die jüdische Märchenwelt". 1923 bringt Abeles Frau Sabine den gemeinsamen Sohn Norbert zur Welt. Abeles wird Mitarbeiter der Zeitschrift "Menorah", deren Kinderseiten er gestaltet, zum Teil unter dem Pseudonym Onkel Ben Nathan. 1933 wird er Herausgeber und Verleger für das Periodikum "Benjamin - Zeitung für das jüdische Kind", das allerdings noch im selben Jahr sein Erscheinen wieder einstellen muss. Als Beauftragter der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde ist er in den folgenden Jahren für die Belange der deutsch-jüdischen Emigranten und der Staatenlosen zuständig, die nach der Machtübertragung 1933 in zunehmend größerer Zahl nach Österreich gelangen. Im Alter von nur 53 Jahren kommt Siegfried Abeles am 1. Juli 1937 in Wien durch Selbstmord ums Leben. Siegfried Abeles' Witwe, Sabine Griffels, wurde im Mai 1942 nach Weißrussland deportiert und dort ermordet. Norbert Abeles konnte 1938 mit einem Kindertransport nach England entkommen.
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