Zwei Brüder, ein Dorf in Sachsen und eine Wut, die immer größer wird
Sie wachsen dort auf, wo Straßen und Träume längst Risse haben. Zwischen vollgestellten Küchen und stillen Abenden staut sich eine Wut, für die niemand Worte findet. Bis aus dem Schweigen eine gefährliche Kraft wird.
In einem Landstrich, in dem Betonplatten flirren und Frost die Straßen sprengt, erzählt dieser Roman von zwei Brüdern, die mit ihrer Umgebung langsam aus dem Gleichgewicht geraten. Der Hausbau der Eltern wirkt wie ein Versprechen auf ein anderes Leben, doch hinter den Bäumen lasten die alten Fabriken, unter den stillen Seen liegt mehr als nur Schlamm. Was als leises Unbehagen beginnt, wächst zu einer Wut, für die niemand Worte hat. Als Parolen, Aufmärsche und neue Gesichter im Ort auftauchen, kippt die Stimmung, und die Brüder treffen Entscheidungen, die sie für immer markieren. Diese Geschichte ist eine eindringliche Chronik des Zusammenbruchs einer Familie und eines ganzen Gefühls von Zugehörigkeit.
Mit großer Genauigkeit zeigt dieser Roman, wie aus stiller Enttäuschung offene Radikalisierung entsteht. Eine intensive Lektüre über Herkunft, Scham und den Wunsch nach Zugehörigkeit, die die Frage stellt, was eine Gesellschaft ihren Kindern schuldet.
ZWEI BRÜDER, EIN DORF IN SACHSEN UND EINE WUT, DIE IMMER GRÖßER WIRD »Sehr gut beobachtet und schön und poetisch und genau geschrieben« DER SPIEGEL »Ein fulminantes literarisches Debüt« ZDF ASPEKTE »Einer der besten und wichtigsten Romane des Jahres« STERN »...der Ursprung der Wut ist ortlos, das zeigt dieses kluge, harte und dabei so leise Buch.« WELT AM SONNTAG
"Einer der besten und wichtigsten Romane des Jahres"